Die Räume einer Kirchengemeinde dienen der Gemeinschaft von Menschen: dort wird geredet und gearbeitet, gelacht und getrauert, gebetet und gesungen. Zugleich sind die Gemeinderäume auch ein wesentlicher Spiegel des Selbstverständnisses einer Kirchengemeinde: Wie sind sie gestaltet? Welche Formen und Farben wurden ausgewählt? Unterstützen die Räume den Inhalt des Zusammenseins? Vor allem aber: Sind sie einladend? Werden die Menschen, die diesen Raum betreten, sich darin wohl fühlen und gern wiederkommen?
In meiner Gemeinde wird das Gemeindebüro von der Gemeindesekretärin betreut, die die anfallenden Büroarbeiten erledigt und Ansprechpartnerin für allerlei Anliegen der Gemeindemitglieder ist.
Bislang ein sehr funktionaler Raum, haben wir ihn nun verändert: Denn das Gemeindebüro ist nicht die Zulassungsstelle zum Glauben, bei der man eine Nummer zieht und dann abgefertigt wird. Wir glauben an die Gemeinschaft in Jesus Christus, in der alle willkommen sind und sich auch willkommen fühlen sollen. Bei der Kirche geht es immer zuerst um den Menschen, denn auch Gott geht es nur um den Menschen – das zeigt sich in seinem Sohn Jesus Christus. Diese Ausrichtung auf den Menschen ko
nkret in der Gemeinde umzusetzen, fängt bei der Gestaltung des Gemeindebüros an. Wir laden ein zur Gemeinschaft, die nicht Verzicht oder sich Verbiegen bedeutet, sondern einen Gewinn für alle, die dabei sind. Das darf man ruhig genießen! Am liebsten auf einem unserer bequemen Sofas mit einem Kaffee. Auch ein Gemeindebüro ist ein Ort des Entspannens und des freundlichen Gesprächs.
Denn unserem Selbstverständnis entspricht es, eine einladende Gemeinde zu sein, deren Türen offen sind und die niemand Hindernisse in den Weg legt, der kommt. Herzlich willkommen!