Für Konfirmanden ist alles im Umbruch: Sie werden erwachsen, lösen sich aus alten Strukturen und Kontexten und suchen und schaffen sich selbst ein eigenes Umfeld. Sie werden andere Menschen und übernehmen neue Verantwortung für das eigene Leben. Nicht immer ist dieser Prozess reibungsfrei und schmerzlos – das gilt für die Konfirmanden genauso wie für ihr Umfeld.
Wo es für sie hingeht und wie ihre Zukunft aussieht, darüber entscheiden sie nun mehr und mehr selbst. Für einige dieser jungen Menschen steht vor der Konfirmation noch die Taufe an. Eine Entscheidung für das ganze Leben ist gefordert. Mit der Taufe entscheiden sie sich in einer Zeit, in der alles umbricht, für Gottes Treue und Liebe. Auf ihn wollen sie sich verlassen. Mit ihm wollen sie weitergehen, auch wenn sie noch nciht ganz wissen, wie der Weg aussehen wird. Als Pfarrerin ist es etwas Besonderes, Konfirmanden zu taufen. Ihre Entscheidung treffen sie selbst, bewußt und erwachsen. Ihr Ja gilt für sie selbst und kommt von ihnen selbst.
Hier ein Vorschlag für eine Tauffrage an Konfirmanden sowie an Eltern und Paten:
Liebe/r XX
Du willst heute getauft werden.
Du weißt, was die Taufe bedeutet.
Du weißt, dass Gott dich damit als sein geliebtes Kind annimmt und du Teil seiner Kirche wirst.
Die Kirche folgt auf ihrem Weg durch die Zeit den Geboten Gottes in der Nachfolge Jesu, der uns geboten hat, Gott, unseren Nächsten und uns selbst zu lieben.
Wollt ihr heute seinen Geist empfangen, Altes ablegen, euch versöhnen lassen mit Gott und euch neu machen lassen in der Taufe auf den Namen des dreieinigen Gottes,
so antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe.
Liebe Eltern, liebe Paten,
wollt ihr eure Kinder auf dem Weg der Nachfolge Jesu nach Kräften unterstützen und ihnen ein Vorbild darin sein, Gott und die Menschen zu lieben,
so antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe.
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Taufe – da gehöre ich hin
Mai 3rd, 2012Zukunft Konfirmanden
Januar 7th, 2010„Seid brennend im Geist“, gibt Paulus den Gemeinden mit auf ihren Weg. Seid mit vollem Herzen dabei, tretet leidenschaftlich für das Evangelium von Jesus Christus ein und verbreitet das Wort weiter: brennend, funkensprühend und ansteckend. Der Geist als ein Feuer, das in uns brennt, und uns anfacht zu einem Leben im Glauben an Jesus Christus. Wir müssen uns zweitausend Jahre später immer neu besinnen, die Freude und Leidenschaft der ersten Christenheit über die brennende Flamme des Geistes in unseren Gemeinden spürbar zu machen, das Feuer nicht ausgehen zu lassen sondern aus seiner Energie heraus zu leben.
Eine lebendige, aktive, wachsende Gemeinde wünschen sich alle, Pfarrer wie Gemeindeglieder. Ein Ort, wo sich engagierte Menschen einbringen und gemeinsam das Evangelium feiern. Eine Gemeinde, die Raum für die verschiedensten Interessen und Begabungen bietet, in der jeder sich wohl fühlt und sich gern einbringt. Eine Gemeinschaft, die einander trägt und weiter wächst.
Im Gemeindealltag fällt es nicht unbedingt leicht, sich vom Feuer des Geistes immer wieder anstecken zu lassen. Es fehlt an vielem in den Gemeinden, gerade auch an der nachfolgenden Generation. Der Funke springt nicht immer über zu den Jugendlichen!
Eine Ursache mag in der Art des Umgangs der Gemeinde mit Jugendlichen liegen, die sich freiwillig kirchlich engagieren, nämlich mit den Konfirmanden. Sie nehmen ein Jahr oder mehr intensiv am Gemeindeleben teil und sind geradezu prädestiniert, engagierte Mitglieder und Mitarbeiter zu werden. » More: Zukunft Konfirmanden
Erfolgsmodell Besuche
Dezember 3rd, 2009Besuche haben einen festen Platz im meinem Terminkalender. Sie sind darin verankert zu hohen runden Geburtstagen oder Hochzeitsjubiläen, seit neuestem auch zu 18. Geburtstagen, und natürlich nach Bedarf. Und es müssten noch viel mehr sein! Denn Besuche können weit mehr als eine Gratulation zu freudigen Anlässen oder eine seelsorgerliche Unterstützung in schwierigen Zeiten sein. Besuche sind auch eine Form der Verkündigung, und das ist schließlich der erste Auftrag einer Kirchengemeinde. Dadurch gewinnen sie eine hohe Bedeutung für den Gemeindeaufbau.
Denn was ist das größte aktuelle Problem von Kirchengemeinde? Es ist der Mitgliederschwund. Wir können uns wohl kaum damit zufrieden geben, dass die Mitgliederzahlen bestenfalls stagnieren. Schließlich haben wir das beste Angebot für die Menschen überhaupt, und trotzdem konkurrieren wir mit den Ablenkungen unserer Zeit, Werbung, Konsum und andere Nichtigkeiten. » More: Erfolgsmodell Besuche
Kirchenvorstand – Verwaltung des Mangels?
Oktober 25th, 2009Ein ganz normaler Abend im Kirchenvorstand. Eine Runde netter Menschen, denen die Kirche und die Menschen vor Ort so sehr am Herzen liegt, dass sie ihre Freizeit mit ehrenamtlicher Arbeit für die Kirche füllen. Doch leider – viel zu oft keine fröhliche, positive, der Zukunft zugewandte Runde. Denn auf der Tagesordnung findet sich Unangenehmes: Bausachen, Verwaltung, das liebe Geld. Es wird überall weniger und knapper, ist der Eindruck der hängen bleibt. Der Kirchenvorstand beschäftigt sich mehr mit Verwaltungsaufgaben, als ihm gut tut. Die geistlichen Leitungsaufgaben, die der Kirchenvorstand ja auch hat, kommen viel zu oft zu kurz. Immer häufiger stellen sich die Fragen im Kirchenvorstand: Worum geht es uns eigentlich noch? Verlieren wir uns nicht zu sehr in Verwaltungsfragen? Haben wir nicht schon verloren, angesichts knapper werdender Ressourcen überall? Glauben wir noch an den Sinn unserer Arbeit? » More: Kirchenvorstand – Verwaltung des Mangels?