Eigentlich waren die Voraussetzungen nicht gerade günstig: in einem eher unbedeutenden Teil des Römischen Reiches tritt ein junger Wanderprediger auf, predigt von der Buße und der Erneuerung des Glaubens, sammelt einige Anhänger um sich und wird nach kurzer Wirkenszeit schmählich zu Tode gebracht. Hätte die Jesusgeschichte hier geendet, sie wäre kaum eine Fußnote in der Geschichtsschreibung. Doch seine Anhänger, die ihn erlebt haben, wurden auf so unglaubliche Art und Weise von seiner Person, seinem Handeln und seinen Worten berührt, dass sie in Jesus Gott selbst am Werk sahen. Das motivierte sie, Jesu Worte und Taten weiter zu erzählen, sogar aufzuschreiben und sie der Nachwelt zu überliefern. In rasant kurzer Zeit verbreitete sich die neue Bewegung in großen Teilen des Römischen Reichs und wurde von einer innerjüdischen Reformbewegung zu einer Weltreligion – und das ist das Christentum bis heute. Doch die Entwicklung dahin lief nicht reibungslos ab und war von Anfang an mit einem Ringen um die Wahrheit und den rechten Glauben verbunden, und oft genug mit massiven Konflikten, schmerzhaften Trennungen und Verfolgungen. » More: Das Ringen um die christliche Identität in den ersten Gemeinden
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Das Ringen um die christliche Identität in den ersten Gemeinden
Oktober 27th, 2011Zwischenstand: … und nicht zurück auf Null
Februar 3rd, 2010Im Januar fand nach dem Ende meiner Hilfspfarrzeit mein feierlicher Einführungsgottesdienst in der Kirchengemeinde statt, in der ich nun seit knapp drei Jahren Dienst tue. So viel Freundlichkeit, ehrliche Anteilnahme und Wertschätzung spürte ich an dem Tag, wie sie einem Pfarrer wohl nur selten gebündelt gesagt wird. Meine Predigt im Gottesdienst lesen Sie hier: Liebe Gemeinde, einige von euch mögen sich gewundert haben, jetzt zu meinen Einführungsgottesdienst eingeladen zu werden. “Ja, was waren Sie denn vorher?” und ähnliche Fragen habe ich mehrfach gehört. “Sie sind doch schon Pfarrerin!” Ja, bin ich auch, seit meiner Ordination. Meine Lehrzeit war vorher das Vikariat, und ich bin schon seit fast drei Jahren hier eure Pfarrerin. Heute die Einführung zu feiern, hat formale Gründe, vergleichbar einer Beförderung. Aber natürlich: an einem solchen Tag schaue ich auch zurück auf das, was gewesen ist, und wie ich hierher gekommen bin und was meine Arbeit prägt. 
Aus dem Vikariat hierher hat mich ein Satz begleitet, und er hat nie besser gepaßt als gerade heute. Ein Satz, den mir eine Freundin, selbst Pfarrerin, zu Beginn meines Vikariats sagte in Bezug auf meine Aufgabe als Liturgin im Gottesdienst. Sie sagte: Es geht nicht um dich. » More: Zwischenstand: … und nicht zurück auf Null