Für Konfirmanden ist alles im Umbruch: Sie werden erwachsen, lösen sich aus alten Strukturen und Kontexten und suchen und schaffen sich selbst ein eigenes Umfeld. Sie werden andere Menschen und übernehmen neue Verantwortung für das eigene Leben. Nicht immer ist dieser Prozess reibungsfrei und schmerzlos – das gilt für die Konfirmanden genauso wie für ihr Umfeld.
Wo es für sie hingeht und wie ihre Zukunft aussieht, darüber entscheiden sie nun mehr und mehr selbst. Für einige dieser jungen Menschen steht vor der Konfirmation noch die Taufe an. Eine Entscheidung für das ganze Leben ist gefordert. Mit der Taufe entscheiden sie sich in einer Zeit, in der alles umbricht, für Gottes Treue und Liebe. Auf ihn wollen sie sich verlassen. Mit ihm wollen sie weitergehen, auch wenn sie noch nciht ganz wissen, wie der Weg aussehen wird. Als Pfarrerin ist es etwas Besonderes, Konfirmanden zu taufen. Ihre Entscheidung treffen sie selbst, bewußt und erwachsen. Ihr Ja gilt für sie selbst und kommt von ihnen selbst.
Hier ein Vorschlag für eine Tauffrage an Konfirmanden sowie an Eltern und Paten:
Liebe/r XX
Du willst heute getauft werden.
Du weißt, was die Taufe bedeutet.
Du weißt, dass Gott dich damit als sein geliebtes Kind annimmt und du Teil seiner Kirche wirst.
Die Kirche folgt auf ihrem Weg durch die Zeit den Geboten Gottes in der Nachfolge Jesu, der uns geboten hat, Gott, unseren Nächsten und uns selbst zu lieben.
Wollt ihr heute seinen Geist empfangen, Altes ablegen, euch versöhnen lassen mit Gott und euch neu machen lassen in der Taufe auf den Namen des dreieinigen Gottes,
so antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe.
Liebe Eltern, liebe Paten,
wollt ihr eure Kinder auf dem Weg der Nachfolge Jesu nach Kräften unterstützen und ihnen ein Vorbild darin sein, Gott und die Menschen zu lieben,
so antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe.
Posts Tagged ‘Taufe’
Taufe – da gehöre ich hin
Mai 3rd, 2012Das Ringen um die christliche Identität in den ersten Gemeinden
Oktober 27th, 2011Eigentlich waren die Voraussetzungen nicht gerade günstig: in einem eher unbedeutenden Teil des Römischen Reiches tritt ein junger Wanderprediger auf, predigt von der Buße und der Erneuerung des Glaubens, sammelt einige Anhänger um sich und wird nach kurzer Wirkenszeit schmählich zu Tode gebracht. Hätte die Jesusgeschichte hier geendet, sie wäre kaum eine Fußnote in der Geschichtsschreibung. Doch seine Anhänger, die ihn erlebt haben, wurden auf so unglaubliche Art und Weise von seiner Person, seinem Handeln und seinen Worten berührt, dass sie in Jesus Gott selbst am Werk sahen. Das motivierte sie, Jesu Worte und Taten weiter zu erzählen, sogar aufzuschreiben und sie der Nachwelt zu überliefern. In rasant kurzer Zeit verbreitete sich die neue Bewegung in großen Teilen des Römischen Reichs und wurde von einer innerjüdischen Reformbewegung zu einer Weltreligion – und das ist das Christentum bis heute. Doch die Entwicklung dahin lief nicht reibungslos ab und war von Anfang an mit einem Ringen um die Wahrheit und den rechten Glauben verbunden, und oft genug mit massiven Konflikten, schmerzhaften Trennungen und Verfolgungen. » More: Das Ringen um die christliche Identität in den ersten Gemeinden
Showtime Gottesdienst?
Juni 4th, 2009So schöne Momente gibt es in der Kirche: eine wunderschönes Brautpaar, eine feierliche Einsegnung der Konfirmanden, ein Täufling im weißen Kleid. Verständlich der Wunsch, etwas von diesen Momenten festzuhalten in Foto und Film. » More: Showtime Gottesdienst?